Freitag, 20. Juli 2012

Ja wie wars denn?

Hallo Leute,

das hier wird mein abschließender Bericht und hier will ich alle die Fragen beantworten, die mir die Leute in guter Regelmäßigkeit so stellen...denn dann muss ich nicht alles 100mal, sondern nur 20mal erzählen!;)

Wie wars denn?
- Es war absolut geil - ich kann ohne Zweifel sagen, dass das die besten 11 Monate meines Lebens waren und ich die Reise jederzeit wieder machen würde und ich das auch jedem empfehlen kann! Du siehst einfach so viele verschiedene Landschaften, lernst andere Kulturen und absolut super Leute kennen und das erweitert den Horizont krass!

Wo warsch denn jetzt überall?
- In den 11 Monaten war ich in Thailand (6 Wochen), Laos (10 Tage) , Kambodscha (3 Tage Angkor Wat) , Australien (3  Monate), Neuseeland (1 Monat), Südafrika (1 Monat), Brasilien (1 Woche Rio), Argentinien (1 Monat), Chile(1 Woche), Bolivien (2 Wochen), Peru (2 Wochen), Ecuador(1 Woche) und Kolumbien (2 Wochen) - also in 13 Ländern! Unsere Reiseroute findet ihr hier:

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Und darf man fragen, was dich das alles ungefähr gekostet hat?
- Ja, darf man! Inklusive der Flüge so rund 20.000€! Gebucht haben wir fast immer über http://www.skyscanner.com/ so ca. einen Monate im voraus! Die Seite sucht alle möglichen Fluggesellschaften nach den billigsten Preisen für die gewählte Verbindung ab und ist perfekt für Leute, die zeitlich flexibel sind, aber wenig Geld haben! Also wir hatten kein All-around-the-world-ticket und im Endeffekt waren wir flexibler und sind wohl sogar billiger weggekommen! Ich will nicht wissen wieviel Geld alleine fürs Feiern draufgegangen ist, aber ich schätze mind. 5.000€!

Und welches Land hat dir am besten gefallen?
- Neuseeland! Ich war jetzt in keinem Land, das mir nicht gefallen hätte und jedes Land ist anders!
Aber NZL ist von der Fläche her 2/3 von Deutschland und trotzdem ist es dort wie eine ganze Welt komprimiert in einem Land! Von Strand&Meer über Regenwald, Gletscher und Vulkane bis zu Wasserfällen, Seen und Flüssen hat Neuseeland alles zu bieten, was die Natur so hergibt! Überall gibt es praktisch Postkartenaussichten und dazu kommt noch das die Einheimischen absolut locker sind und einen guten Humor haben! Zudem waren wir mit einer super Gruppe unterwegs und oft kommt es einfach auch drauf an mit wem man reist!

Welches Land hat dich am meisten enttäuscht?
- Australien! Nicht, weil es mir dort nicht gefallen hat, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach beschissen, wenn man nur reist! Preislich kann man dort locker das doppelte für die Lebenshaltungskosten rechnen wie in Deutschland. Deshalb sind die meisten Leute auch dort um Work-and-Travel zu machen und die verdienen sich zuerst die Kohle (und das geht sehr gut, da das Einkommen für einfache Jobs sehr hoch ist) und reisen dann! Also 1-2 Monate statt einem viertel Jahr hätten es am Ende auch getan!

Der Dauerbrenner Nummer 1: Wo hats die schönsten Mädels?
- Ich denke, Dennis und ich sind uns einig, dass Kolumbien die Nummer 1 ist! Alle 5 Minuten laufen einem da Schönheiten mit Cover-Modell-Aussehen über den Weg - absoluter Wahnsinn!!! Knapp dahinter kommen dann gleich Argentinien und Brasilien. In der genannten Reihenfolge würde ich auch die Zahl der Eingriffe der plastischen Chirurgie sehen!;) Aber ist natürlich immer Geschmackssache...von den Reisenden ist mein Top-Favorit ganz klar Holland und Schweden ist natürlich auch nie zu vernachlässigen haha!

Seid ihr immer gut miteinander ausgekommen?
- Definitiv! Mal mit Ausnahme von ein, zwei Streitereien war eigentlich unser größter Streitpunkt meistens was die Orientierung in den jeweiligen Orten angeht - also gibt Schlimmeres! Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir die gleiche Vorstellung davon hatten, wie wir reisen wollen...dann passt das!

Ist irgendwann mal was Schlimmes passiert?
- Naja, die Geschichte mit Dennis Bizepssehnenabriss ist ja bekannt und mir wurden ja die Wertsachen in Peru gestohlen...aber sonst war absolut alles easy! Dennis hatte nach seiner Ankuft Dengue-Fieber und musste ein paar Tage unfreiwillig im Tropeninstitut in Tübingen verbringen, war aber halb so schlimm!
Ich war definitiv auch ein paar Mal erkältet und Durchfall kann man in Südamerika auch nicht verhindern, war aber alles kein großes Ding!


Wie habt ihr euch da ernährt?
- In den teureren Ländern (Australien, Neuseeland) haben wir meisten selbst gekocht - also morgens Rührei, mittags ein paar Nudeln und abends Quark - unser einfallsloses Schnellprogramm! In den Ländern, in denen es billiger war, waren wir immer aus zum Essen...billig geht halt leider auch meistens mit ungesund Hand in Hand, so dass wir oft in irgendwelchen Fast Food Restaurants gegessen haben!


Wie ist jetzt dein Spanisch?
- Ok, aber leider nicht perfekt! Es reicht für eine normale Unterhaltung, aber ich bin weit davon entfernt fließend Spanisch zu sprechen. Das Problem ist einfach, dass in den Hostels fast nur Englisch gesprochen wird, dass mein Kollege auch nur Englisch konnte und dass die Locals oft besser Englisch können als ich Spanisch! Ich bräuchte einen Aufenthalt in Südamerika oder Spanien von 1-2 Monaten in einem komplett spanischsprachigen Umfeld...dann wär mein Spanisch wohl ziemlich gut!

Wie gehts jetzt bei dir weiter?
- Meine Pläne Physiotherapie zu studieren, stehen nach wie vor! Aber statt nach Friedrichshafen, werde ich ab September nach Amsterdam gehen, um dort zu studieren! Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass man Physiotherapie in Holland an der Hochschule studieren kann und damit nur die Studiengebühren (ca. 1.800) im Jahr bezahlen muss. In Deutschland kann man für ein Physio-Studium ca. 20.000€ rechnen, da es fast ausschließlich an privaten Schulen angeboten wird!


Und wie ist es jetzt wieder in Deutschland zu sein?
- Ich habe mich wirklich gefreut, die Familie und Freunde wiederzusehen und es ist auch ein super Gefühl wieder den ganzen Komfort (eigenes Bett, Computer, gutes Essen, eigenes Auto, etc...) wieder zu haben!
Aber nach ein paar Tagen kommt dann der Frust, der bis jetzt noch andauert! Auf so einer Reise verändert man sich natürlich auch stark (vor allem im Kopf) und dann wieder zurück ins "alte Leben" zu kommen, ist ganz schön hart! Deswegen freue ich mich auch auf eine neue Herausforderung in Holland!

Was machst du jetzt?
- Jetzt bin ich wieder für 4 Wochen bei Festo, um dort als Praktikant in meiner alten Stelle meine Arbeitskasse wieder aufzufüllen!Dann geht´s ab 01. September nach Amsterdam!!!

Man sieht sich also noch rund einen Monat, falls ihr mal einen Kaffee oder ein Bier trinken gehen wollt!;)

Grüße
Kai

Dienstag, 26. Juni 2012

The end is near...ooops - it´s here!;)

Hi Leute,

während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich schon wieder daheim im nicht-so-sonnigen Deutschland hinter meinem Schreibtisch und lasse die letzten Wochen noch einmal Revue passieren! Aber so eine Art Zusammenfassung werde ich nochmal gesondert schreiben, weil im Endeffekt von den Leuten ja immer die gleichen Fragen kommen!;)

Aber jetzt zu unseren letzten Stationen Ecuador und Kolumbien!
Nachdem wir ewig lange in den Anden in respektablen Höhenlagen unterwegs waren und es nachts immer recht kalt war, konnten wir es kaum erwarten am Strand zu chillen und wenigstens noch ein bisschen Sonnne und Farbe vor unserer Rückkehr nach Deutschland abzubekommen!
Und das ging nirgends besser als in Montanita im Süden Ecuadors...wer schon einmal in Australien in Byron Bay war, muss sich BB einfach in südamerikanischer Version vorstellen:
Perfekte Bedingungen zum Surfen, eigentlich total touristisch aber nie aufdringlich, Hippie-Flair, bunte Bars mit Liebe hergerichtet, geniales Nachtleben und trotzdem gechillt und das ungefähr 5 mal billiger als in Australien - kurz gesagt: Der geilste Strandort an dem ich je war!
Da unsere Zeit im "Endspurt" aber sehr begrenzt war, mussten wir nach 3 Nächten und unzähligen Mojitos schweren Herzens weiterziehen!
Frauentechnisch geht es übrigens ab Ecuador eindeutig mehr in Richtung Latinas, so wie man sich das vorstellt und die Salsa-Mukke schallt aus jedem Lautsprecher! Also definitiv eine Steigerung zu Peru und v.a. Bolivien...die koosch auf guad schwäbisch vergessa!;)

Anschließend ging es weiter nach Banos - dem Outdoor-Activity-Ort in Ecuador und vielleicht auch Südamerika! Nachdem wir aber auf der ganzen Reise von Bungee, über Rafting und wasweissich alles gemacht hatten, haben wir uns entschieden ein wenig mit dem Buggy zu den vielen Wasserfällen zu cruisen, die Banos Umgebung zu bieten hat!

In der Hauptstadt Quito durften wir dann noch die historische Altstadt und gleichzeitig Weltkulturerbe bestaunen - also von Strand, Natur und Kultur war in einer Woche Ecuador alles dabei und alles war genial!
 Angeblich ist ja Quito auch die höchstgelegenste Hauptstadt der Welt mit 2.850m, das liegt aber nur daran, dass La Paz in Bolivien nicht als Hauptstadt gewertet wird, da nur der Regierungssitz dort ist! Das soll mal einer verstehen, aber La Paz liegt nochmal auf plus minus 3.700m!
Nachdem wir uns dann in Quito noch kurz mit Familie Cronauer (mein alter Lehrer und die Eltern von Basti) aus Weilheim getroffen haben, mussten wir uns einer letzten langen Horrorfahrt nach Kolumbien unterziehen!

Diese scheiss lokalen Busse nehmen auf einer tausend Kilometer langen Strecke halt alle 2 Minuten jemand Neues mit und laden jemand anderes aus und nebenbei versucht irgendein Vetreter lautstark irgendwelches Zeugs zu verkaufen, das kein Schwanz braucht! Für Dennis war die Fahrt noch besser, da ihm das vorabendliche KFC (Kentucky Fried Chicken) extrem schwer im Magen (oder teilweise auch nicht mehr;)) gelegen ist!;)
Nach Ankunft in Cali und kurzer Feier des schmeichelhaften ersten Sieges unserer Nationalmannschaft gings dann einen Tag später weiter per Flieger ans Karibische Meer nach Cartagena!

Beim Aussteigen hat es uns dann schon fast umgehauen - was die schwüle Hitze angeht, spielt Cartagena zusammen mit Thailand in der Champions League...nein, Cartagena ist sogar Titelanwärter!;)
Die historische Altstadt hat uns ebenfalls umgehauen - überall bunte koloniale Häuser, schmale Gässchen, blumige Balkone - so ein bisschen wie man sich Kuba vorstellt, nur ohne die alten Autos!

Nach ein paar Juan Valdéz Kaffees(sehr geil!) gings weiter ins 5h entfernte Fischerdörfchen Taganga, um ein bisschen auszuspannen und vor allem um ein letztes Mal auf unserer Reise zu tauchen! Das einzige Problem hier sind mittlerweile unsere Ansprüche - wer mal einen Porsche (Great Barrier Reef) gefahren ist, steigt nicht so gern auf einen - sagen wir - Golf um! Das Preis-Leistungsverhältnis war aber absolut top und Tauchen ist einfach geil!

Das Highlight in Kolumbien (mal abgesehen von den Frauen dort - ja die Gerüchte sind wahr...alle paar Meter sieht man hier ein Cover-Model...Arsch-und Brustimplantate wirken aber manchmal auch Wunder;)) hatten wir uns bis zum Schluss aufgehoben: Tayrona Nationalpark!
Vor einigen Jahren war das ganze Gebiet um den Park wegen den FARC-Rebellen unzugänglich und jetzt ist das Paradies freigegeben! Nach einem ca. 1 stündigen Fussmarsch kommt man direkt am Strand raus und es gibt dort fast keine Menschenseele außer ein paar Kolumbianern, die für die Übernachtungen ein paar Hängematten unter ein Holzdach gehängt haben! Die Strände dort sind ein absoluter Traum und hey, so schlecht schläft es sich gar nicht in einer Hängematte!

Nach einem kurzen Flug von Cartagena nach Medellin, dem ehemaligen Drogenzentrum der Welt und Wohnsitz von Pablo Escobar war's dann Zeit - noch einmal 17h fliegen (Medellin - Bogota - Curacao - Düsseldorf - Stuttgart) und jetzt sind wir daheim - krass!
11 absolut geniale Monate, die ich NIEMALS vergessen werde, sind im Rückblick wie im Flug vergangen!
Ich habe Dinge und Orte gesehen, die die meisten Leute nie zu Gesicht bekommen werden...aber es kommt am Ende doch immer auf die Leute an, die man trifft! Und ich kann jedem Einzelnen gar nicht genug danken für das, was er in jedweder Form auch immer zu meiner Reise beigetragen hat - und ja, man sieht sich immer zweimal im Leben und ich werde manche Leute 100%ig wieder sehen!

So far...

Grüße aus DEUTSCHLAND!;)
Kai




Dienstag, 29. Mai 2012

Bolivien - ein Geheimfavorit und Peruobbery!

Servus Leute,

nach einer halben Ewigkeit kome ich endlich mal wieder zu meinem naechsten Post!
Sitzen im Moment in Mancora, im Norden Perus fest, da wir pleite sind und auf Kohle von daheim warten muessen!;)

Bolivien war wieder mal so ein Kandidat wie Neuseeland...absolut keine Erwartungen und dieses Mal hatten wir auch ueberhaupt keine Vorstellung, nur dass Bolivien das aermste und billigste Land Suedamerikas ist!
Unsere 4-Tages-Jeep-Tour im Sueden hat uns aber dann gleich mit wahnsinnigen Landschaften absolut umgehauen!
Umgebungen wie aus dem besten Westernstreifen (Butch Cassidy wurde hier gedreht) ueber rote, gruene und schwarze Lagunen mit Flamingos bis zur groessten Salzwueste der Erde haben uns aus dem Staunen und Bilder knipsen fast nicht rauskommen lassen! So hab ich nach langem Aussortieren trotzdem noch ueber 100 Bilder in mein Picasa-Album hochladen muessen...
Die ganze 4-Tages-Tour inkl. Essen und Uebernachtung hat uns gerade mal 150 Euro gekostet - ein Spottpreis! Der einzige Scheiss und was wir absolut nicht eingeplant hatten: Die meiste Zeit bist du hier in Bolivien auf einer Hoehe zwischen 4.000 und 5.000 Metern unterwegs und nachts sinken die Temperaturen unter 0 Grad Celsius - das ist natuerlich klasse, wenn man nur Klamotten fuer den Sommer im Rucksack hat! Da hat auch der Bolivianische Touri-Pulli nicht mehr viel geholfen und ich war nach der Tour erst mal eine gute Woche mit Husten und ohne Stimme in La Paz unterwegs!


La Paz war die naechste positive Ueberraschung! Eine nicht zu grosse Stadt mit super Panorama und krankem Nachtleben und nebenbei das beste Hostel unserer bisherigen Reise: Loki - eine Hostelkette mit 4 Hosels in Bolivien und Peru mit Aktivitaeten fuer jeden Abend, gutem Essen, den besten Betten, sauber...wir waren mittlerweile in jedem der 4 und haben nebenbei mal kurz die Beer-Pong-Wettbewerbe in La Paz un Lima abgeraeumt...heute kommt Sieg Nummer 3 in Mancora dazu!;)
Ein Hit war auch das Downhill-Biken auf der "World's Most Dangerous Road" auch wenn nicht alle unserer Reisegefaehreten die Strecke so gut ueberstanden haben (siehe Bilder im Webalbum)...warum die Strecke so heisst, seht ihr definitiv auf den Bildern!!!

Um jetzt Bolivien aber nicht zu weit in den Himmel zu loben: Ich habe auch noch nie ein Land mit fuer unseren westlichen Schoenheitsstandard so haessligen Menschen gesehen - ist gemein, aber ist halt so!;)

Nachdem wir nach einer Party-Woche am Titicacasee noch ein bisschen Inka-Kultur und Trekking nachgeholt haben, ging es weiter auf die Peruanische Seite des Sees nach Puno!
Highlight waren hier die weltweit einzigen "Floating Islands" auch wenn die ganze Sache mittlerweile brutal touristisch gepusht wird!
Das bei einem Peru-Aufenthalt ein Besuch des legendaeren Machu Picchu nicht fehlen darf, ist ja klar!
Nach endlosen Aufstiegen zur historischen Inka-Staette selbst und vor allem zum Machu Picchu Mountain (Unser haertester Trek auf der gesamten Reise...1.600 "Stufen") wurden wir mit dem beruehmten Postkartenfoto-Blick auf die wohl groesste Sehenswuerdigkeit Suedamerikas belohnt - live ist natuerlich alles nochmal schoener, als auf dem Bildschirm! Den beruehmten Inka-Trail (5 Tage) haben wir uebrigens nicht gemacht...dazu muss man sich ein halbes (!!!) Jahr vorher anmelden, was ein Scheiss!

Cusco selbst ist ebenfalls eine super schoene Stadt mit historischem Zentrum mit einem Mix aus Inka-Ueberresten und spanischen Kolonialhauesern und zig alten Kirchen, aber aufgrund der Naehe zu Machu Picchu ebenfalls total ueberlaufen!
Im Nachtbus von Cusco nach Ica wurden mir dann im Schlaf aus dem geschlossenen Rucksack der Geldbeutel und mein Handy gestohlen...wir haben daraufhin den ganzen Bus auseinander genommen und die ganzen Leute durchsucht, aber die Diebe sind wohl schon eine Station frueher raus und ueber alle Berge! Naja, shit happens! Die Niederlage von Bayern im Champions League-Finale war weitaus schlimmer...

In Ica bzw. Huacachina konnten wir erstmals nach der Kaelte in den Anden wieder am Pool in einer echten Oase zur Mittagssonne relaxen! Sandbuggy fahren war auch total cool und Sandboaren war zumindest ein bisschen Kompensation dafuer, dass wir diese Saison keinen Wintersport hatten!
Von Ica nach Lima haben sie mir im Bus dann auch noch meine Kappe geklaut...wer zum Teufel klaut sowas?! Schon krass, was hier abgeht...

Anschliessen ging es fuer drei Tage weiter in Perus eher haesslige Hauptstadt Lima, wo wir uns mit drei Locals getroffen haben, die wir unabhaengig voneinander auf unserer Reise in Thailand, Suedafrika und Argentinien getroffen haben! So haben wir zumindest ein bisschen lokalen Input und zwei Einladungen zum Essen bekommen!;)

Mancora ist ein nettes Patystaedtchen mit perfektem Wetter und guten Wellen zum Surfen...wir sind aber die letzten Tage nur auf der faulen Haut gelegen - wird auch Zeit mal wieder ein bisschen Farbe zu bekommen! Sobald dann wieder Geld auf Dennis Kreditkarte (meine war im gestohlenen Geldbeutel) eingeht, gehts weiter nach Ecuador und Kolumbien!

Bis dann und Gruesse ins mittlerweile sonnige (?) Deutschland!
Kai

Donnerstag, 26. April 2012

Argentinien & Chile - Meer, Berge, Vulkane und 1A-Partystaedte

Aaaaalright,

ich komme endlich mal wieder dazu einen neuen Post zu schreiben, waehrend der Upload meiner Bilder ungefaehr 8 Stunden dauert!;)
Ich komme gerade vom Frisoer, wo mir meine Haare mit der Bueroscheere(!!!) fuer 3 Euro geschnitten wurden - geil! Das sind meine ersten Eindruecke von Tupiza in Bolivien, ein absolut stressfreies Dorf inmitten einer Landschaft, die mich stark an die ganzen Western-Filme erinnert.
Viel kann ich ueber Bolivien noch nicht schreiben, da wir gestern erst hier angekommen sind. Nur soviel: Wir befinden uns hier auf ca. 3.500m im aermsten Land Suedamerikas. Dementsprechend billig sind die Preise: 1,5 Stunden Busfahrt 1 Euro, Essen ca. 3 Euro, Hotel mit Pool 10 Euro pro Nacht! Die Menschen hier sind im Schnitt vielleicht 1,65m gross (vielleicht sogar noch kleiner) und optisch ist das das Gegenteil von Brasilien oder Argentinien, also eher nicht der Hit!;) Die Hoehenlage merkt man hier spaetestens, wenn man ein bisschen Sport treibt oder irgendwo hiken geht - da geht einem ganz schoen die Pumpe!
A propos Sport - ich bin immer noch schweissgebadet vom Halbfinale der Champions League...unglaubliches Spiel und ich habe das halbe Hotel zusammengeschrien, aber es hat sich gelohnt!;)

Aber jetzt zu meinem Argentinien-Bericht:
Argentinien ist absolut riesig - ich glaube das 8.groesste Land der Welt - und hat daher auch eine brutale Vielfalt an verschiedenen Landschaften zu bieten! So manches mal habe ich mich hier an Neuseeland erinnert gefuehlt, nur dass Argentinien ungefaehr 10mal so gross ist.

Nachdem wir uns eine Woche bei meinem ehemaligen Geschaeftskollegen Gerardo erholen konnten und bestens umsorgt wurden, haben wir uns fuer ein paar Tage im Zentrum von Buenos Aires einquartiert. Die Stadt an sich erinnert stark an eine europaeische Grossstadt, worauf die Einwohner hier auch sehr stolz sind! Sie hat ein bisschen mehr Klasse als Rio, hat aber leider keinen Strand und auch nicht die tolle Umgebung wie Rio, mit Ausnahme des Tigre-Deltas!
Dafuer trumpft Argentiniens Hauptstadt mit einem ueberragenden Nachtleben und die Argentinierinnen stehen den Brasilianerinnen in abolut nichts nach, waehrend die Typen hier meistens eher aussehen wie Carlos Tevez!;)
Hier sieht man ganz deutlich, dass sich hier zu den suedamerikanischen vor allem spanische, italienische, deutsche, oesterreichische und andere Gene durch eine starke Immigration nach dem 1. und 2. Weltkrieg hinzugemixt haben!

Nach der ganzen Feierei konnten wir erst mal ein paar Tage am Strand in Mar del Plata und Puerto Madryn entspannen! Da wir aber schon in der Nebensaison unterwegs waren, war dort eher tote Hose!
Ein richtiges Highlight war dafuer die Peninsula Valdéz, wo wir Orcas beim Jagen beobachten konnten.
Leider waren wir nicht Zeuge davon wie eine der vielen Robben oder Seeloewen erwischt wurden - boese ich weiss!;)

Mit der naechsten Mega-Busfahrt (immer so ca. 24h) sind wir dann im Westen in Barriloche gelandet - der Schweiz Argentiniens! Wir waeren super gerne weiter in den Sueden gereist und haetten die ganzen Gletscher oder die suedlichste Stadt der Welt Ushuaia bestaunt, aber dafuer haetten wir dann doch noch mehr Zeit und einen groesseren Geldbeutel benoetigt!
So konnten wir in Barriloche eines der groessten Skigebiete Suedamerikas bestaunen! Bei unserem 2-stuendigen Hike zum Cerro Catedrál hat es sogar geschneit - die anderen Leute am Gipfel mussten erst einmal lachen, als sie uns in kurzen Hosen gesehen haben!
Haetten wir nicht gewusst, dass wir in Argentinien sind, haetten wir glatt geglaubt, dass wir uns irgendwo in der Schweiz befinden: Holzhaueser, Schokolade, Skiliefte etc. - echt Wahnsinn!
In San Martin de los Andes konnten wir dann noch die Seenlandschaft Argentiniens bewundern, bevor es ueber die Grenze nach Chile ging!

Unser Vulkan-Hike in Pucón war bisher vielleicht das Highlight in Suedamerika! Nach anstrengenden 5 Stunden Aufstieg mit Steigeisen konnten wir in den Krater eines immer noch aktiven Vulkans hinabblicken! Ab und zu sieht man dann auch noch wie der Vulkan Lava ausspuckt und ueberall riecht es nach Schwefel, der die ganzen Steine gruen faerbt! Der Blick von oben war absolut genial und die Belohung fuer den schweren Aufstieg war, dass wir den vereisten Part in einer Art Bobbahn auf unserm Hintern hinabrutschen konnten - massig blaue Flecken inklusive!;)
Santiago hat uns hingegen nicht wirklich vom Hocker gehauen, da die Stadt an Sehenswuerdigkeiten nicht wirklich viel zu bieten hat. Dafuer haben wir aber absolut geniale Leute kennengelernt und so richtig mit einigen Locals abgefeiert und den Folgetag jeweils halb verpennt!

Danach gings wieder zurueck nach Argentinien und ueber die Durchgangsstationen Mendoza (Die Weinhauptstadt Argentiniens) und Salta(super Nachtleben und die schoensten Frauen in Argentinien) sind wir in Tílcara gelandet, mitten im Quebrada de Humahuaca - einem Nationalpark mit riesigen Felsschluchten und bunt gefaerbten Bergen und den bekannten Kakteen aus den Westernfilmen! Aber seht einfach selbst...

Nach rund einem Monat hiess es dann "Adios Argentina" und es ging weiter nach Bolivien! Finanziell ist das auch definitiv gut so, denn Argentinien ist aufgrund seiner Inflation ziemlich viel teurer geworden (Preise vergleichbar mit Deutschland) als vor einigen Jahren nach seiner Staatspleite 2002! In Erinnerung bleiben mir die schoensten Frauen ueberhaupt (wirklich unglaublich), eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt und vielleicht mein bestes Steak jemals in Erinnerung...vom Nachtleben und der Zeit bei Gerardo ganz zu schweigen!

Ich freue mich jetzt auf die anderen Laender in Suedamerika...Ende Mai, Anfang Juni wollen wir auf jeden Fall in Kolumbien sein! Gluecklicherweise sprechen sie weiter im Norden auch ordentliches Spanisch und keine "Sonderform" wie in Argentinien oder so ultraschnell wie in Chile...es kann sprachlich also nur besser werden, laeuft aber schon ganz in Ordnung!

Bis bald und Gruesse,
Kai






Donnerstag, 22. März 2012

Christo, Caipi, Copacabana und...Lapa Laaaapa!;)

Hallo Leute,

ich sitze im Moment bei einem Glas argentinischen Weins bei meinem ehemaligen Geschaeftskollegen von Festo, Gerardo, in Buenos Aires vor dem Computer und versuche einen kurzen Rueckblick fuer Brasilien zu schreiben!

Ich wuerde ja gern oefter schreiben, aber ihr glaubt gar nicht wieviel Aufwand das jedes Mal ist neue Bilder hochzuladen (vor allem das Auswaehlen) und dann noch einen halbwegs sinnvollen Text zu schreiben - ich sage mal Minimum 3-4 Stunden!
Immerhin sind wir jetzt schon bei ueber 6.000 Blogaufrufen, also zumindest ist das nicht alles fuer die Katz!

Nachdem wir ziemlich Stress hatten mit Fluege.de (niemals etwas ueber diese Amateure buchen!!!), haben wir kurzerhand unseren Flug von Kapstadt nach Buenos Aires storniert und ueber einen anderen Anbieter Kapstadt - Rio gebucht!
Das war im Endeffekt auch viel besser, denn 1. konnten wir uns dadurch mit Kai und Lena treffen uns zusammen reisen und 2. konnten wir dann gleich den Part von Brasilien abdecken, den wir unbedingt sehen wollten - naemlich Rio de Janeiro und die Iguazu-Faelle!
Uns wurde naemlich irgendwann klar, dass wir entweder Suedamerika sehen koennen (zumindest einige Laender) oder eben Brasilien, das von seiner Groesse her einfach zu riesig ist!

Nachdem wir unser Treffen mit Lena und Kai erst mal mit ein paar Caipis im Hostel gefeiert haben, hiess es erst mal zwei Tage entspannen am Copacabana Beach! Das Bild, das die meisten beim Wort "Copacabana" im Kopf haben, hat sich auch gleich absolut bestaetigt: Die Frauen dort sind der Wahnsinn und die laufen auch alle in ihrem Tanga am Strand herum und der Fairness halber muss ich auch leider zugeben, dass die Typen vom Aussehen ihren Frauen in nicht Vielem nachstehen - kurz gesagt: Ich war noch nie in einem Land mit so schoenen Menschen!;)

Die Stadt selbst ist auch ein echter Kracher und hat all das was ich auch z.B. an Kapstadt so liebe...naemlich eine unglaubliche Vielfalt! Hier gibt es super Straende, tolle Aussichtspunkte vom Zuckerhut und der Christo-Statue, eine Art Kuenstlerviertel, ein super Partyviertel und und und...also in einer Woche kann man hier jeden Tag wieder etwas Neues entdecken ohne dass einem langweilig wird!
A propos Aussichtspunkte...ich kann mich nicht zwischen Zuckerhut und Christo-Statue unterscheiden, aber der Blick ueber ganz Rio bei strahlendem Sonnenschein ist absolut atemberaubend - ich weiss nicht, ob ich jemals schon so einen geilen Ausblick geniessen konnte...da kann selbst die Weilheimer Limburg nicht mithalten!;) Schaut euch die Bilder an und entscheidet selbst, was euch besser gefaellt!

Eines konnten wir uns in Brasilien natuerlich auch nicht entgehen lassen: Live ein Spiel im Stadion anzuschauen! Das beruehmte Maracana-Stadium wird aber im Moment leider umgebaut, zumindest war aber an unserem Wochenende der Klassiker in Rio angesetzt: Fla-Flu - Flamengo gegen Fluminense...nicht schlecht einmal Ronaldinho live zu sehen, aber ehrlich gesagt, ist der Kollege schon ganz schoen in die Jahre gekommen! Nicht, dass der faule Sack sich kaum bewegt hat, nein, er hat sich auch noch nach 40. Minuten die gelb-rote Karte abgeholt...naja, immerhin hat Flamengo das Spiel trotzdem mit Glueck 2:0 gewonnen, das Spiel hat uns aber leider nicht so vom Sitz gerissen wie die frenetischen Fans hier!

Auch einen Besuch in den beruehmten Favelas haben wir nicht ausgelassen. Mittlerweile werden einige Favelas in Rio von der Polizei kontrolliert, d.h. wo frueher die Drogenbosse das Sagen hatten und selbst die Kinder Drogen verkauft haben um Geld zu machen, steht die Polizei an jeder Ecke mit Maschinengewehr und faehrt Streife!
Im Vergleich zu Suedafrikas Townships sehen die Favelas verhaeltnismaessig wohlhaben aus, da die meisten Menschen zumindest ein kleines Haeusschen aus Ziegelsteinen haben, statt einer Wellblechhuette. Trotzdem sind die Favelas ziemlich versifft, es liegt ueberall Muell herum, es stinkt und den meisten Menschen geht es dort sicher alles andere als gut!
Der Name Favela kommt uebrigens von einer lokalen Kletterpflanze und soll die Bauweise der Favelas (innerhalb einer Familie wird oft einfach nochmal ein Hauesschen auf das andere gebaut) beschreiben.

Abends gings dann fuer uns meistens nach Lapa - dem Partyviertel von Rio! Ueber das Wochenende werden die Strassen in Lapa gesperrt und die Leute tanzen in den Strassen, machen Musik, verkaufen an jeder Ecke Essen, Bier und vor allem Caipirinha! Das ganze hat mich ein bisschen an die Kirchheimer Musiknacht erinnert, nur groesser und wilder!
Fuer manche sogar so wild, dass sie in Lapa im Suff bestohlen werden...wir haben zwei Typen unabhaengig voneinander kennengelernt, die sich von Transvestiten beim Tanzen beklauen lassen haben!;) Nichtsdestotrotz - die Party dort ist der Wahnsinn!

Nach einer Woche Rio und zahlreichen Caipis gings fuer uns per Bus weiter zu den Iguazu-Faellen! Ich war auch schon an den Niagara-Faellen, aber das besondere an Iguazu ist, dass es hier nicht nur einen grossen Wasserfall gibt, sondern viele - ich glaube insgesamt sind es um die 250! Das absolute Highlight dort ist der Garganta del Diablo, der absolut groesste aller Wasserfaelle hier...aber seht einfach selbst!
Eine Tour mit dem Schnellboot zu den Wasserfaellen konnten wir natuerlich auch nicht auslassen und so haben wir uns eine ordentliche Dusche abgeholt!;)

Nach der naechsten langen Bustour nach Buenos Aires (ca. 20h in einem absolut luxurioesen Bus) hat uns mein Ex-Kollege Gerardo abgeholt und uns 4 mit einem argentinischen Barbecue empfangen - kein schlechter Start fuer Argentinien und ein guter Abschied fuer Lena und Kai, die uns tags darauf leider schon wieder gen Deutschland verlassen mussten!
Seit fast einer Woche sind wir jetzt in Buenos Aires bei unserer "Gastfamilie" und leeren
hier Gerardos saemtliche Wein- und Bierreserven - vom Kuehlschrank ganz zu schweigen! Wir sind also die Gaeste, die jeder (lies: niemand) gern im Haus hat!;) Nach ein paar richtig entspannten Tagen hier, ziehen wir nachher in ein Hostel in Buenos Aires um und werden so langsaml mal anfangen, die Stadt zu erkunden!

Wie es dann in Argentinien weitergeht, wissen wir selbst noch nicht so genau! Ganz grob wollen wir in den naechsten zwei Monaten weiter nach Chile, Bolivien, Peru und Kolumbien!
Deshalb machen wir uns jetzt in den kommenden Tagen einen Plan und dann geht es weiter mit dem Reisen!

Viele Gruesse nach Deutschland und bis bald!
Kai

P.S. Die komischen Flecken in meinen Bildern kommen davon, dass meine Kamera ein Problem mit dem Zoom hat! Ich hoffe, ich kann das Teil hier irgendwo zur Reparatur bringen!

Sonntag, 4. März 2012

Comeback nach Suedafrika

Hallo Leute,

ich hab mir mal wieder ein wenig Zeit gelassen seit meinem letzten Post, aber da praktisch schon unsere Abreise aus Suedafrika vor der Tuer steht, wirds jetzt hoechste Zeit!

Da ich ja schon vor knapp 4,5 Jahren fuer ein viertel Jahr in Suedafrika war und ich hier eine absolut geniale Zeit erlebt habe, stand alles im Zeichen von Freunde wiedersehen und nach einem halben Jahr reisen endlich mal wieder runterkommen!
Ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie gut das nach der ganzen Reiserei tut, wenn du davor ein halbes Jahr von Hostel zu Hostel und von einer unbekannten Stadt in die naechste getourt bist, endlich mal wieder an einem vertrauten Platz zu sein, mit eigenem Zimmer, Bett und Klamotten aus dem Schrank statt aus dem Rucksack zu holen!

Und so haben wir gemacht, was wohl die meisten in unserer Situation machen, wenn sie "heim" kommen:
Fuesse hochlegen, Shisha rauchen, TV schauen, endlose FIFA-Matches auf der XBox zocken und abends ab und zu mit Freunden einen trinken gehen - und das ganze zwei Wochen lang!:)
Und das war auch gut so...denn Sightseeing-technisch haben wir beide schon bei unserem letzten Besuch (Dennis war ungefaehr ein halbes Jahr vor mir fuer ein paar Wochen in SA) alles rund um Joburg abgedeckt und Johannesburg ist ohnehin nicht die Stadt, in der man super viel Zeit verbringen will!
Fuer einen kurzen Besuch bei meinen alten Kollegen bei Festo Johannesburg hat es trotzdem noch gereicht und die haben sich auch echt gefreut!

Nach den zwei Wochen gings dann noch nach Vaal Dam, wo unser Kumpel Jozo sein Ferienhaus an einem Stausee hat, um dort noch ein bisschen zu feiern und mit Jetski oder Boot ueber den Stausee zu duesen!
Anschliessend war unser Plan alles (mehr oder weniger) das zu erkunden, was wir bisher nicht von Suedafrika gesehen hatten: Eigentlich die ganze Kueste entlang bis zu meiner Lieblingsstadt Kapstadt!

Wir haben uns dafuer eine Karre fuer sage und schreibe 18Euro am Tag gemietet: Einen Chevrolet Spark mit geschaetzten -100PS und so gross, dass wir gerade so in die Karre reingepasst haben - Servolenkung, Zentralverriegelung und Klimaanlage natuerlich EXklusive!:) Junge junge was haben wir die Karre gequaelt und zu unserer eigenen Verwunderung haben wir es pannenfrei bis nach Kapstadt geschafft!

Suedafrika hat sich seit meinem letzten Besuch ziemlich veraendert - ueberall stehen natuerlich die schoenen Stadien, die fuer die WM gebaut wurden und die Infrastruktur in den Staedten und auch die Sicherheit hat sich gefuehlsmaessig stark verbessert! Natuerlich gibt es immer noch starke finanzielle Unterschiede zwischen Schwarz und Weiss und regelmaessige Ueberfalle: so wurde bei Jozo's Eltern vor zwei Wochen nachts eingebrochen und ein paar Laptops und andere Wertsachen gestohlen!
Jobtechnisch wurde die Diskriminierung nach der Apartheid von der schwarzen Regierung einfach mal umgedreht: Fuer Weisse ist es in Suedafrika extrem schwer einen Job zu finden - gute Ausbildung mit Masterabschluss hin oder her! "Sorry, wir stellen dich nicht ein weil du weiss bist!" - klingt komisch, ist aber so! Deswegen haben die meisten unserer Kumpels eigene Firmen, die sie oft von ihren Vaetern uebernommen haben...so haelt sich der Reichtum trotzdem weiterhin bei der weissen Bevoelkerung und die leben vornehmlich in den guten Gegenden hinter ihren hohen Mauern mit elektrischem Zaun und Private Security! Wenn ihr ein bisschen mehr ueber meinen letzten Besuch lesen wollt: www.kai-in-za.blogspot.com (Die alten Bilder findet ihr immer noch in meinem Picasa Webalbum)

Da wir zeitlich nach unserer "Chill-Phase" eingespannt waren, sind wir von Durban an der Ostkueste innerhalb einer Woche bis nach Kapstadt, dem suedwestlichsten Zipfel Suedafrikas gehetzt! Kapstadt ist auch ehrlich gesagt "the place to be" in Suedafrika und so haben wir hier satte 10 Tage verbracht und ausgiebig davon Gebrauch gemacht, dass der Alkohol hier ungefaehr die Haelfte kostet wie in DE (Bier ca. 1,50)!
Die aelteste Stadt Suedafrikas am Fusse des Tafelbergs ist mit ihren alten Gebaeuden, einer 1A-Parymeile, schoenen Straenden und ihrer genialen Lage zwischen den besten Weingegenden und dem Kap der guten Hoffnung schon der Wahnsinn! Wenn ihr euch also mal ueberlegt nach SA zu gehen, dann geht nach Cape Town!!!

Ein Highlight habe ich jetzt dann doch noch ausgelassen (mal abgesehen von unserer Safari im Addo Elephant National Park in P.E.): Unser 216m Bungeejump von der (ehemals, wir haben recherchiert) hoechsten Bungee-Bruecke der Welt - der Bloukrans Bridge auf der Gardenroute! Nachdem wir in Neuseeland gegenueber unseren Reisegefaehrten schon grossspurig angekuendigt hatten, dass wir keine 150 Euro fuer einen Sprung ausgeben, sondern in Suedafrika springen, war der Druck natuerlich gross - und bei 70 Euro fuer den Sprung hier, gab es natuerlich auch keine Ausreden mehr!
Doch zunaechst einmal mussten wir den ersten Schock beim Wiegen verdauen: 101kg(!!!) und 93 kg bedeuten eine Gewichtszunahme von ganzen 5kg each seit unserer Abreise daheim...das ganze Fast Food und die Feierei macht sich dann doch langsam bemerkbar!:) (Coach hatte Recht!:))
Und dann hiess es schon Augen zu und durch bzw. runter - wir sind ja beide schon einmal davor gesprungen, aber 216m sind dann schon was anderes und definitiv krasser von der Ueberwindung her als der Fallschirmsprung in Neuseeland...aber auch definitiv richtig geil!

Somit geht unsere Zeit hier in Suedafrika auch schon zu Ende...Mann mann - die Zeit fliegt...schon 7 Monate on the road und noch ca. 4-5 to go!
Morgen gehts noch einen Tag zur Weinprobe (ja, schon wieder Alkohol!) und dann heisst es "Rio, wir kommen!!!"! Da unsere "Freunde" von Fluege.de so ziemlich den schlechtesten Service angeboten haben, den ich je erlebt habe, haben wir unseren Buenos Aires-Flug kurzerhand gestrichen und einen anderen nach Rio gebucht!
Dort treffen wir uns mit Kai Hoersting und Freundin Lena und machen zusammen eine Woche lang Rio unsicher, bevor wir ueber die Iguazu-Faelle dann schliesslich nach Buenos Aires fahren!

Ich schaetze mal, ich melde mich fruehestens wieder aus Buenos Aires, um von Brasilien bzw. Rio de Janeiro zu berichten! Auf jeden Fall freue ich mich jetzt wieder auf etwas ganz anderes, einen neuen Kontinent und eine neue Sprache (mal sehen wie weit mich meine Spanisch-Paukerei gebracht hat!)!

Bis dann und Gruesse an alle zu Hause!
Kai und Dennis

Donnerstag, 26. Januar 2012

And the winner is...New Zealand!!!

Hi Leute,

nach einer halben Ewigkeit komme ich endlich mal wieder dazu einen Blogeintrag zu schreiben, vor allem weil es grade richtig heftig regnet! Ich habe unseren Fallschirmsprung also ueberlebt - keine Angst...und es war verdammt geil!:)

Aber noch ein ganz kurzer Rueckblick: Mit Silvester in Sydney hatten wir natuerlich nochmal ein richtiges Highlight zum Abschied aus Down Under und ich haette euch gerne erzaehlt, dass wir den besten Platz hatten und ich die tollsten Fotos gemacht hab - das waere aber gelogen! Meine Kamera ist nachts ziemlich beschissen und wir haben uns trotz oder besser gesagt aufgrund der ganzen Menschenmassen absolut keinen Stress gemacht und uns das groesste Feuerwerk der Welt ganz gechillt von einem Parkhaus etwas weg vom Geschehen angesehen!
Am besten ihr schaut euch alles auf Youtube an, bevor ich hier mit irgendwelchen lausigen Fotos ankomme:


Dann ging es Anfang Januar per kostenlosem Flug von Qantas nach Auckland und ehrlich gesagt, habe ich Neuseeland nur in meiner Reise inkludiert, weil es von Australien aus ein Katzensprung ist. Alles was ich ueber das Land der Kiwis wusste war, dass es schoene Landschaften geben soll, die fast jeder ja schon in Herr der Ringe bewundern konnte...das wars dann eigentlich schon mit meinen Erwartungen und mit meinem Wissen!
Ich kann schon soviel vorwegnehmen: Da ich keine Erwartungen hatte, konnte NZ auch keine Erwartungen uebertreffen, aber der Titel sagt es ja schon: Neuseeland ist der absolute Wahnsinn und das schoenste Land unser bisherigen Reise und wohl auch das schoenste Land in dem ich je war!

Nach den ganzen Partyorgien mussten wir uns in Auckland erst einmal ein paar Tage erholen, um dann Plaene zu schmieden, wie es eigentlich weitergehen sollte. Auckland ist zwar die groesste Stadt Neuseelands mit 1,4 Mio. Einwohnern, aber auch ziemlich langweilig...
Urspruenglich wollten wir per Campervan einen Monat herumfahren, aber 2.000Euro fuer einen Monat war dann doch extrem teuer, so dass wir mit Kiwi Experience einen Pass fuer die Nord- und Suedinsel fuer ca. 350 Euro gebucht haben.
Konkret heisst das, dass du mit einer Gruppe von 50 Leuten von einer Sehenswuerdigkeit oder Aktivitaet zur naechsten gefahren wirst, einen Busfahrer hast, der dir ein bisschen etwas ueber die Orte erzaehlt und dass du ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit siehst, ohne gross deinen Hirnkasten einschalten zu muessen.
Das hat uns anfangs daher auch nicht so richtig gefallen, da du nicht richtig Zeit hast dich mal richtig auf einen Ort einzulassen und ihn zu erkunden, sondern dich staendig an den starren Busfahrplan halten musst!

Der grosse Vorteil: Nach ca. einer Woche kennst du die ganzen Leute aus dem Bus, hast zusammen gefeiert, dich zusammen aus irgendwelchen Flugzeugen geschmissen, Lanschaften bewundert, Zimmer geteilt etc. so dass ein richtig geiles Gruppengefuehl enstanden ist - so ein bisschen wie Fussballausflug, nur dass der halbe Bus mit Maedels voll ist...ok, nicht ganz so schlimm! Musste grade in mich reinlachen, bei der Vorstellung!;)
Also kurz gesagt, war die Reise mit Kiwi Experience absolut geil und hat sich im Nachhinein als absoluter Gluecksfall erwiesen, da wir mit dem Camper niemals so viele Leute kennengelernt haetten und auch nicht so viel gesehen haetten!

Hier haenge ich euch am besten unsere Route an, damit ihr eine Vorstellung davon habt, wo wir unterwegs waren:
Größere Kartenansicht

Die Landschaft hier hat uns von Anfang an umgehauen! Ueberall ist es gruen und bergig und die meiste Zeit hat mich die Umgebung an Oesterreich erinnert - nur dass in den Waeldern und Wiesen Palmen und Farne wachsen! Hinter jeder Kurve erwartet man das Doerfchen Hobbingen aus Herr der Ringe!
Ich will gar nicht so besonders auf die einzelnen Orte eingehen. Das beste ist, ihr schaut euch die ganzen Bilder an, von denen ich nach Stunden die besten herausgesucht und hochgeladen habe!

Ihr muesst euch einfach Folgendes vorstellen: Bevor Gott oder wer auch immer die Welt erschaffen hat, hat er zunaechst einmal ein kleines Modell gebaut und Neuseeland genannt! Hier ist die ganze Welt komprimiert auf ein Land mit der Flaeche von 2/3 von Deutschland! Hier gibt es auf engstem Raum Traum-Straende, Regenwald, Berge und Gletscher, endlose gruene Wiesen mit Schafen (8mal soviele wie Einwohner, also ca. 35 Mio.) und Rindern, Sandduenen, tausende Seen, Fluesse, Wasserfaelle und Vulkane!
Man hat das Gefuehl, dass egal wo man aus dem Fenster schaut, ein neues Postkarten-Motiv auf einen wartet!


Dazu kommen noch die freundlichsten Leute, die man sich vorstellen kann (auch wenn ihr Kiwi-Akzent ein wenig gewoehnungsbeduerftig ist), unzaehlige Outdooraktivitaeten und gar nicht mal so schlechtes Bier (nicht so wie die Pisse in Australien!)! Ihr merkt, ich bin am schwaermen!:) Ok, um kurz runterzukommen: Das Wetter ist wechselhaft und ein bisschen kaelter als unser Sommer und es regnet mehr...wenn die Sonne aber mal scheint, hat man dank fehlender Ozonschicht ruckzuck einen heftigen Sonnenbrand!

Mittlerweile sind wir praktisch mit unserer Reise fast durch und bleiben jetzt ueber eine Woche in Queenstown - der allgemein akzeptierten schoensten Stadt Neuseelands und dem Adventure-Capital mit ueber 150 versch. Aktivitaeten! Die Stadt ist ein Traum und hat noch ein Ass im Aermel: Ferg-Burger!
Wir hatten vor unserer Ankunft hier schon etliche Geruechte gehort und sie haben sich bestaetigt: Ferg-Burger macht die besten Burger der Welt - mit Abstand! Ich habe noch nie so einen guten Hamburger gegessen, in 5 Tagen haben wir bereits 5 vertilgt (und die Dinger sind massiv wie ein Doener!) und wenn ich jetzt gerade schreibe, kriege ich schon wieder Lust, da der Laden direkt ueber die Strasse ist...und er ist immer proppevoll, selbst um 3 Uhr nachts! Scheisse, ich weiss jetzt schon: Ich werde gleich wieder einen bestellen!;0

In 5 Tagen geht es dann noch weiter ins vom Erdbeben zerstoerte Christchurch, um dann von dort nach Auckland (weil wieder umsonst von Qantas), dann nach Sydney, ueber Bangkok und Dubai nach Johannesburg zu fliegen - insgesamt sind das dann ca. 35 Flugstunden und das ohne die Aufenthaltszeiten auf den Flughaefen eingerechnet! Das wird ziemlich krass, aber nur so komme ich fuer 900 Euro von NZ nach ZA...und ich liebe fliegen und das Essen im Flieger!

Aber bevor es dann schon nach Suedafrika geht und wir schon bei der Halbzeit unserer Reise sind, werden wir die Tage hier noch bestmoeglich geniessen, zu unseren ganzen Kiwi-Experience-Freunde tschuess sagen ( da die Leute jetzt nach und nach weiterreisen) und nochmal richtig feiern!
Suedafrika wird dann so ein bisschen wie nach Hause zu kommen:
Wir kennen das Land, wohnen bei unseren Freunden und muessen unser Zimmer endlich mal nicht mehr

mit mind. 5 anderen Leuten teilen, irgendwelches Fast-Food essen und Klamotten im Rucksack zu suchen!!!
 
Ich melde mich wieder aus Johannesburg!
Gruesse aus Queenstown!
Kai