Sonntag, 4. März 2012

Comeback nach Suedafrika

Hallo Leute,

ich hab mir mal wieder ein wenig Zeit gelassen seit meinem letzten Post, aber da praktisch schon unsere Abreise aus Suedafrika vor der Tuer steht, wirds jetzt hoechste Zeit!

Da ich ja schon vor knapp 4,5 Jahren fuer ein viertel Jahr in Suedafrika war und ich hier eine absolut geniale Zeit erlebt habe, stand alles im Zeichen von Freunde wiedersehen und nach einem halben Jahr reisen endlich mal wieder runterkommen!
Ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie gut das nach der ganzen Reiserei tut, wenn du davor ein halbes Jahr von Hostel zu Hostel und von einer unbekannten Stadt in die naechste getourt bist, endlich mal wieder an einem vertrauten Platz zu sein, mit eigenem Zimmer, Bett und Klamotten aus dem Schrank statt aus dem Rucksack zu holen!

Und so haben wir gemacht, was wohl die meisten in unserer Situation machen, wenn sie "heim" kommen:
Fuesse hochlegen, Shisha rauchen, TV schauen, endlose FIFA-Matches auf der XBox zocken und abends ab und zu mit Freunden einen trinken gehen - und das ganze zwei Wochen lang!:)
Und das war auch gut so...denn Sightseeing-technisch haben wir beide schon bei unserem letzten Besuch (Dennis war ungefaehr ein halbes Jahr vor mir fuer ein paar Wochen in SA) alles rund um Joburg abgedeckt und Johannesburg ist ohnehin nicht die Stadt, in der man super viel Zeit verbringen will!
Fuer einen kurzen Besuch bei meinen alten Kollegen bei Festo Johannesburg hat es trotzdem noch gereicht und die haben sich auch echt gefreut!

Nach den zwei Wochen gings dann noch nach Vaal Dam, wo unser Kumpel Jozo sein Ferienhaus an einem Stausee hat, um dort noch ein bisschen zu feiern und mit Jetski oder Boot ueber den Stausee zu duesen!
Anschliessend war unser Plan alles (mehr oder weniger) das zu erkunden, was wir bisher nicht von Suedafrika gesehen hatten: Eigentlich die ganze Kueste entlang bis zu meiner Lieblingsstadt Kapstadt!

Wir haben uns dafuer eine Karre fuer sage und schreibe 18Euro am Tag gemietet: Einen Chevrolet Spark mit geschaetzten -100PS und so gross, dass wir gerade so in die Karre reingepasst haben - Servolenkung, Zentralverriegelung und Klimaanlage natuerlich EXklusive!:) Junge junge was haben wir die Karre gequaelt und zu unserer eigenen Verwunderung haben wir es pannenfrei bis nach Kapstadt geschafft!

Suedafrika hat sich seit meinem letzten Besuch ziemlich veraendert - ueberall stehen natuerlich die schoenen Stadien, die fuer die WM gebaut wurden und die Infrastruktur in den Staedten und auch die Sicherheit hat sich gefuehlsmaessig stark verbessert! Natuerlich gibt es immer noch starke finanzielle Unterschiede zwischen Schwarz und Weiss und regelmaessige Ueberfalle: so wurde bei Jozo's Eltern vor zwei Wochen nachts eingebrochen und ein paar Laptops und andere Wertsachen gestohlen!
Jobtechnisch wurde die Diskriminierung nach der Apartheid von der schwarzen Regierung einfach mal umgedreht: Fuer Weisse ist es in Suedafrika extrem schwer einen Job zu finden - gute Ausbildung mit Masterabschluss hin oder her! "Sorry, wir stellen dich nicht ein weil du weiss bist!" - klingt komisch, ist aber so! Deswegen haben die meisten unserer Kumpels eigene Firmen, die sie oft von ihren Vaetern uebernommen haben...so haelt sich der Reichtum trotzdem weiterhin bei der weissen Bevoelkerung und die leben vornehmlich in den guten Gegenden hinter ihren hohen Mauern mit elektrischem Zaun und Private Security! Wenn ihr ein bisschen mehr ueber meinen letzten Besuch lesen wollt: www.kai-in-za.blogspot.com (Die alten Bilder findet ihr immer noch in meinem Picasa Webalbum)

Da wir zeitlich nach unserer "Chill-Phase" eingespannt waren, sind wir von Durban an der Ostkueste innerhalb einer Woche bis nach Kapstadt, dem suedwestlichsten Zipfel Suedafrikas gehetzt! Kapstadt ist auch ehrlich gesagt "the place to be" in Suedafrika und so haben wir hier satte 10 Tage verbracht und ausgiebig davon Gebrauch gemacht, dass der Alkohol hier ungefaehr die Haelfte kostet wie in DE (Bier ca. 1,50)!
Die aelteste Stadt Suedafrikas am Fusse des Tafelbergs ist mit ihren alten Gebaeuden, einer 1A-Parymeile, schoenen Straenden und ihrer genialen Lage zwischen den besten Weingegenden und dem Kap der guten Hoffnung schon der Wahnsinn! Wenn ihr euch also mal ueberlegt nach SA zu gehen, dann geht nach Cape Town!!!

Ein Highlight habe ich jetzt dann doch noch ausgelassen (mal abgesehen von unserer Safari im Addo Elephant National Park in P.E.): Unser 216m Bungeejump von der (ehemals, wir haben recherchiert) hoechsten Bungee-Bruecke der Welt - der Bloukrans Bridge auf der Gardenroute! Nachdem wir in Neuseeland gegenueber unseren Reisegefaehrten schon grossspurig angekuendigt hatten, dass wir keine 150 Euro fuer einen Sprung ausgeben, sondern in Suedafrika springen, war der Druck natuerlich gross - und bei 70 Euro fuer den Sprung hier, gab es natuerlich auch keine Ausreden mehr!
Doch zunaechst einmal mussten wir den ersten Schock beim Wiegen verdauen: 101kg(!!!) und 93 kg bedeuten eine Gewichtszunahme von ganzen 5kg each seit unserer Abreise daheim...das ganze Fast Food und die Feierei macht sich dann doch langsam bemerkbar!:) (Coach hatte Recht!:))
Und dann hiess es schon Augen zu und durch bzw. runter - wir sind ja beide schon einmal davor gesprungen, aber 216m sind dann schon was anderes und definitiv krasser von der Ueberwindung her als der Fallschirmsprung in Neuseeland...aber auch definitiv richtig geil!

Somit geht unsere Zeit hier in Suedafrika auch schon zu Ende...Mann mann - die Zeit fliegt...schon 7 Monate on the road und noch ca. 4-5 to go!
Morgen gehts noch einen Tag zur Weinprobe (ja, schon wieder Alkohol!) und dann heisst es "Rio, wir kommen!!!"! Da unsere "Freunde" von Fluege.de so ziemlich den schlechtesten Service angeboten haben, den ich je erlebt habe, haben wir unseren Buenos Aires-Flug kurzerhand gestrichen und einen anderen nach Rio gebucht!
Dort treffen wir uns mit Kai Hoersting und Freundin Lena und machen zusammen eine Woche lang Rio unsicher, bevor wir ueber die Iguazu-Faelle dann schliesslich nach Buenos Aires fahren!

Ich schaetze mal, ich melde mich fruehestens wieder aus Buenos Aires, um von Brasilien bzw. Rio de Janeiro zu berichten! Auf jeden Fall freue ich mich jetzt wieder auf etwas ganz anderes, einen neuen Kontinent und eine neue Sprache (mal sehen wie weit mich meine Spanisch-Paukerei gebracht hat!)!

Bis dann und Gruesse an alle zu Hause!
Kai und Dennis

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