Dienstag, 29. Mai 2012

Bolivien - ein Geheimfavorit und Peruobbery!

Servus Leute,

nach einer halben Ewigkeit kome ich endlich mal wieder zu meinem naechsten Post!
Sitzen im Moment in Mancora, im Norden Perus fest, da wir pleite sind und auf Kohle von daheim warten muessen!;)

Bolivien war wieder mal so ein Kandidat wie Neuseeland...absolut keine Erwartungen und dieses Mal hatten wir auch ueberhaupt keine Vorstellung, nur dass Bolivien das aermste und billigste Land Suedamerikas ist!
Unsere 4-Tages-Jeep-Tour im Sueden hat uns aber dann gleich mit wahnsinnigen Landschaften absolut umgehauen!
Umgebungen wie aus dem besten Westernstreifen (Butch Cassidy wurde hier gedreht) ueber rote, gruene und schwarze Lagunen mit Flamingos bis zur groessten Salzwueste der Erde haben uns aus dem Staunen und Bilder knipsen fast nicht rauskommen lassen! So hab ich nach langem Aussortieren trotzdem noch ueber 100 Bilder in mein Picasa-Album hochladen muessen...
Die ganze 4-Tages-Tour inkl. Essen und Uebernachtung hat uns gerade mal 150 Euro gekostet - ein Spottpreis! Der einzige Scheiss und was wir absolut nicht eingeplant hatten: Die meiste Zeit bist du hier in Bolivien auf einer Hoehe zwischen 4.000 und 5.000 Metern unterwegs und nachts sinken die Temperaturen unter 0 Grad Celsius - das ist natuerlich klasse, wenn man nur Klamotten fuer den Sommer im Rucksack hat! Da hat auch der Bolivianische Touri-Pulli nicht mehr viel geholfen und ich war nach der Tour erst mal eine gute Woche mit Husten und ohne Stimme in La Paz unterwegs!


La Paz war die naechste positive Ueberraschung! Eine nicht zu grosse Stadt mit super Panorama und krankem Nachtleben und nebenbei das beste Hostel unserer bisherigen Reise: Loki - eine Hostelkette mit 4 Hosels in Bolivien und Peru mit Aktivitaeten fuer jeden Abend, gutem Essen, den besten Betten, sauber...wir waren mittlerweile in jedem der 4 und haben nebenbei mal kurz die Beer-Pong-Wettbewerbe in La Paz un Lima abgeraeumt...heute kommt Sieg Nummer 3 in Mancora dazu!;)
Ein Hit war auch das Downhill-Biken auf der "World's Most Dangerous Road" auch wenn nicht alle unserer Reisegefaehreten die Strecke so gut ueberstanden haben (siehe Bilder im Webalbum)...warum die Strecke so heisst, seht ihr definitiv auf den Bildern!!!

Um jetzt Bolivien aber nicht zu weit in den Himmel zu loben: Ich habe auch noch nie ein Land mit fuer unseren westlichen Schoenheitsstandard so haessligen Menschen gesehen - ist gemein, aber ist halt so!;)

Nachdem wir nach einer Party-Woche am Titicacasee noch ein bisschen Inka-Kultur und Trekking nachgeholt haben, ging es weiter auf die Peruanische Seite des Sees nach Puno!
Highlight waren hier die weltweit einzigen "Floating Islands" auch wenn die ganze Sache mittlerweile brutal touristisch gepusht wird!
Das bei einem Peru-Aufenthalt ein Besuch des legendaeren Machu Picchu nicht fehlen darf, ist ja klar!
Nach endlosen Aufstiegen zur historischen Inka-Staette selbst und vor allem zum Machu Picchu Mountain (Unser haertester Trek auf der gesamten Reise...1.600 "Stufen") wurden wir mit dem beruehmten Postkartenfoto-Blick auf die wohl groesste Sehenswuerdigkeit Suedamerikas belohnt - live ist natuerlich alles nochmal schoener, als auf dem Bildschirm! Den beruehmten Inka-Trail (5 Tage) haben wir uebrigens nicht gemacht...dazu muss man sich ein halbes (!!!) Jahr vorher anmelden, was ein Scheiss!

Cusco selbst ist ebenfalls eine super schoene Stadt mit historischem Zentrum mit einem Mix aus Inka-Ueberresten und spanischen Kolonialhauesern und zig alten Kirchen, aber aufgrund der Naehe zu Machu Picchu ebenfalls total ueberlaufen!
Im Nachtbus von Cusco nach Ica wurden mir dann im Schlaf aus dem geschlossenen Rucksack der Geldbeutel und mein Handy gestohlen...wir haben daraufhin den ganzen Bus auseinander genommen und die ganzen Leute durchsucht, aber die Diebe sind wohl schon eine Station frueher raus und ueber alle Berge! Naja, shit happens! Die Niederlage von Bayern im Champions League-Finale war weitaus schlimmer...

In Ica bzw. Huacachina konnten wir erstmals nach der Kaelte in den Anden wieder am Pool in einer echten Oase zur Mittagssonne relaxen! Sandbuggy fahren war auch total cool und Sandboaren war zumindest ein bisschen Kompensation dafuer, dass wir diese Saison keinen Wintersport hatten!
Von Ica nach Lima haben sie mir im Bus dann auch noch meine Kappe geklaut...wer zum Teufel klaut sowas?! Schon krass, was hier abgeht...

Anschliessen ging es fuer drei Tage weiter in Perus eher haesslige Hauptstadt Lima, wo wir uns mit drei Locals getroffen haben, die wir unabhaengig voneinander auf unserer Reise in Thailand, Suedafrika und Argentinien getroffen haben! So haben wir zumindest ein bisschen lokalen Input und zwei Einladungen zum Essen bekommen!;)

Mancora ist ein nettes Patystaedtchen mit perfektem Wetter und guten Wellen zum Surfen...wir sind aber die letzten Tage nur auf der faulen Haut gelegen - wird auch Zeit mal wieder ein bisschen Farbe zu bekommen! Sobald dann wieder Geld auf Dennis Kreditkarte (meine war im gestohlenen Geldbeutel) eingeht, gehts weiter nach Ecuador und Kolumbien!

Bis dann und Gruesse ins mittlerweile sonnige (?) Deutschland!
Kai

1 Kommentar:

  1. wurde auch mal wieder zeit, dass man was von euch pfeiffen hört... lasst es krachen und kommt bald wieder

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