Eingebettet zwischen den grossen Bruedern Thailand und Vietnam, ist Laos fuer die meisten Touristen ein blinder Fleck auf ihren Reisen - es liegt auch wirklich am Arsch der Welt und wer erwartet das man hier eine perfekt ausgebaute Tourismusindustrie findet, wird enttaeuscht.
Hier gibt es Strassen wie ich sie noch nie erlebt habe...bzw. keine Strassen!:)
Alle paar Stunden gibt es mal wieder einen Erdrutsch der die Weiterfahrt komplett blockiert und wir mussten teilweise Stunden auf einen Bagger warten, der die ganzen Schlammmassen dann wieder von der Strasse wuchtete. Die meisten Leute wohnen irgendwo im letzten Winkel eines Gebirges in kleinen Holzhuetten zig Kilometer abseits von jeglicher Zivilisation.
Auch die Staedte sind alles andere als Partyhochburgen und so fanden wir uns in Luang Prabang nachdem die letzten Kneipen um 23Uhr und die einzige Disko dort um 0:30Uhr geschlossen hatte, im Bowlingcenter wieder - dem einzigen Ort, der bis 2Uhr morgens offen hat...Wahnsinn!
Ich braucht natuerlich nicht fragen, wer die deutsche Flagge gegen zwei Englaenderinnen, eine Hollaenderin und einen Japaner hochgehalten und mit grossem Abstand gewonnen hat!:)
Nach Luang Prabang ging es weiter nach Vang Vieng - dem einzig wahren Partyort in ganz Laos und demnach ist dieser Ort komplett eingerichtet fuer Touris. Hauptattraktion: Tubing - Man schnappt sich einen LKW-Reifenschlauch wirft sich in den (ziemlich heftigen) Fluss und wird von den 12(???) Bars links und rechts des Flusses an Land gezogen. Ich habe es schliesslich bis zu Bar 3 geschafft:)...aber es war der Hammer!Hier ein paar Impressionen aus youtube, da ich keine Bilder machen konnte:
Nach Vang Vieng ging es per Nachbus weiter nach Don Det, eine der begehbaren Inseln der 4.000 Islands ganz im Sueden von Laos - mein persoenliche Favorit! Mein erster Eindruck war so aehnlich wie in ganz Laos nur noch krasser: Schlamm, Wasser, tiefstes Hinterland dieser Erde, aber dafuer Laos pur! Ich hatte zuvor im Bus ein amerikanisches Ehepaar kennengelernt, das seit rund einem Jahr mit einer laotischen Familie auf Don Det lebt und deren Guesthouse schmeisst...die waren super freundlich und eine Leihgitarre wurde mir auch versprochen, also nichts wie hin ins "Paradise", der Name des Guesthouses!
Teilweise keine Elektrizitaet, naechtliches knietiefes Durch-den-Matsch-Waten ohne jegliches Licht, Essen bestellen und dann nach 1h wieder kommen und feststellen, dass man ohnehin was ganz anderes bekommt als man bestellt hat - Wahnsinn...Back to the Basics! Ich habe es teilweise so gehasst und auch wieder so geliebt...in mitten der Laoten, dort wo es keine Massen von Touristen gibt...sondern praktisch nur 2-3 andere Leute, das amerikanische Ehepaar und die ganzen Laoten, die ohnehin alle miteinander verwandt sind und in ihrem Leben noch nie von der Insel gekommen sind...total geil!Ganz zu schweigen davon, dass ich fuer 2,50 Euro uebernachtet habe und dass man in Laos das beste Bier in ganz Suedostasien bekommt: Beerlao, 640ml - yes!!!
Nach ein bisschen mehr als einer krassen Woche in Laos habe ich mich dann wieder per ewiger Busfahrt nach Siem Reap in Kambodscha aufgemacht - der naechste Bericht folgt!
Hi Kai,
AntwortenLöschenamazing, really amazing was du bist jetzt schon erlebt hast :) trotz allem Matsch und Regen werd ich richtig "neidisch" beim lesen (Kotraprogramm hier in Germany bei mir, statt praktischer Erfahrung, theoretisches Auseinandersetzen mit Hausarbeiten ;))... Hört sich nach unvergesslichen Abenteuern an. Go on und lass krachen, freu mich schon auf den nächsten Bericht.
Lg Sannah